Pflege für lange Haare

Lange Haare sind, so lange wie es Menschen gibt, ein Lockmittel, das erste, bedeutende Signale aussendet, Aufmerksamkeit erregt.

In den Ursprüngen der Menschheit waren lange Haare natürlich noch dem Umstand gedankt, dass es keine Schneidemöglichkeiten gab, und so wuchs das Haar munter vor sich hin, und das bei Männern wie Frauen.

Über die Jahrhunderte haben sich natürlich die Moden gewaltig geändert und damit auch die Zuordnungen, ob lange Haare nun "weiblich" oder "männlich" seien. Es gab Phasen, wo man seine Haare unter Perücken verbarg, so dass die Länge der eigenen Haarpracht irrelevant war.

Im 20. Jahrhundert wurde dann ein Revival der langen Haare für Männer unübersehbar. Zuerst als eine Art Prostesthaltung der 68er, als Abkehr von bürgerlichen Verhältnissen, einem akkuraten Haarschnitt, sind mittlerweile lange Haare bei Männern, wie die "Modedesigner-Zöpfchen", absolut akzeptiert und werden sicher als Dauermode bleiben.

Für Frauen sind lange Haare natürlich eine Art zusätzliches Lockmittel, wie Untersuchungen belegen. Männer fühlen sich von Frauen mit langen Haaren, solange das Gesicht dazu passt, also eine jugendliche Anmutung hat, sehr viel mehr angezogen als von kurzhaarigen Frauen.

Was kann man, ob Mann oder Frau, also tun, um dieses Schmuckstück gesund, also glänzend und damit attraktiv, zu halten?

Ein großes Problem bei langen Haaren, die ja schon einige Jahre "auf dem Buckel" haben, ist Spliss, also gespaltene Haarspitzen, die von häufigen Wäschen, von Wind und Umwelteinflüssen herrühren. Um die Spitzen gesund zu erhalten, empfiehlt sich, diese regelmäßig einzufetten, sie mit Hilfe von Olivenöl oder Honig, die man als eine Art Packung für eine Zeit einwirken lässt, zu pflegen und zu schützen. Ebenso wichtig ist es, sich zu überlegen, ob Trocknen mit einem Föhn wirklich notwendig ist. Denn trockene Luft in dieser intensiven Form ist das pure Gift für die Haare! Wenn man abends also noch Zeit hat, könnte man die Haare in Ruhe trocknen lassen, was sicher schon einigen Schaden abwendet.

Weiterhin ist es gut, auch für die Kopfhaut und damit das Wachstum der Haare, sie mit Naturbürsten jeden Tag längere Zeit durch zu bürsten, am besten "Kopf unter", von der Kopfhaut zu den Haarspitzen. Dies bringt sozusagen ein natürliches Volumen, verteilt das sich bildende Fett auch gut, so dass eine Haarwäsche vielleicht seltener erforderlich sein wird.
Dann sollte man sich bei dem Plan, seine langen Haare zu färben, klar machen, dass dies sozusagen eine Entscheidung für länger ist, denn man muss nun die nachwachsenden Haare auch ständig färben, sehr ungesund.

KW 38 - Sonntag, 24. September 2017